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Mitgliederversammlung der Lebenshilfe Kreisvereinigung Gütersloh

Beratungsstelle findet großen Anklang

Große Zustimmung bei Mitgliederversammlung der Lebenshilfe für das neue Angebot

 


Die von der Aktion Mensch geförderte Beratungsstelle der Lebenshilfe findet bei Menschen mit geistigen Behinderungen und ihren Angehörigen großen Anklang. „Endlich können wir den Ratsuchenden als zentrale Anlaufstelle für diesen Personenkreis Orientierung und Hilfestellung in allen Lebensphasen anbieten“, sagte Lebenshilfe-Vorsitzender Andreas Henke auf der Mitgliederversammlung des Vereins. 

Das fortschrittliche Beratungskonzept entspricht neuesten Erkenntnissen und den weitreichenden Anforderungen des Bundesteilhabegesetzes. Dieses sieht zukünftig die aktive Beteiligung von Menschen mit einer geistigen Behinderung als sogenannte „Peer-Berater“ vor. „Wir betreten hier Neuland, aber schon jetzt zeigen sich die Vorteile des Konzepts“, sagte Henke. Als geschulte Berater könnten Menschen mit Behinderungen ihre Erfahrungen viel authentischer vermitteln. „Sie kennen die Werkstätten oder Wohneinrichtungen am besten und wissen, wie man sich dort zurecht findet.“

Die beiden hauptamtlichen Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle mit den beiden Standorten in Gütersloh und Harsewinkel geben den Ratsuchenden umfassende Auskünfte und Informationen über  Leistungen und Finanzierungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen. Dazu gehören die Angebote der Lebenshilfe von der Frühförderung, über das Wohnen bis hin zu Freizeit-, Sport- und Reisemöglichkeiten. In Bereichen, die von der Lebenshilfe nicht abgedeckt  werden, kooperieren die Beraterinnen mit  anderen Leistungsanbietern oder stellen Kontakte her. Im Mittelpunkt steht immer der behinderte Mensch mit seinen Bedürfnissen.

Der Lebenshilfe-Vorsitzende konnte den Mitgliedern auch vom reibungslosen Übergang in der Geschäftsführung berichten. Bereits im Juni hatten Ingrid Auweiler und Gerhard Birth diese Aufgabe von Karl Rustige übernommen, der Ende 2016 sein Amt krankheitsbeding aufgegeben hatte. „Unsere neuen Geschäftsführer arbeiten bereits seit 2008 als Bereichsleiter bei der Lebenshilfe, stehen für Kontinuität auf hohem Niveau und haben bereits zahlreiche neue Projekte angeschoben“, sagte Andreas Henke.

Insgesamt werden die Hilfen und Dienstleistungen der Lebenshilfe Kreisvereinigung Gütersloh sehr gut nachgefragt und angenommen. Im stationären Wohnbereich leben derzeit 57 Menschen mit Behinderungen an drei Standorten in Harsewinkel. Da die Möglichkeiten einer stationären Wohnversorgung im Kreis Gütersloh begrenzt sind, konzentriert sich die Lebenshilfe auf den weiteren Ausbau ambulant unterstützter Wohnformen mit derzeit 46 Nutzern.

Im Bereich der Frühförderung fördern pädagogische und medizinisch-therapeutische Fachkräfte im Laufe eines Jahres rund 250 Kinder mit Entwicklungsverzögerungen oder Behinderungen bis zum Schuleintrittsalter, die sowohl einen heilpädagogischen als auch medizinisch-therapeutischen (Physiotherapie, Logopädie oder Ergotherapie) Förderbedarf haben.

Im Bereich Freizeit, Sport und Reisen hält die Lebenshilfe vielfältige Angebote für Menschen mit Behinderungen bereit. Unterstützt und betreut werden sie von zwei hauptamtlichen und vielen engagierten ehrenamtlichen Mitarbeitern. Zu den Angeboten gehören insgesamt 12 Reisen sowie Ferienspiele an 6 Standorten im gesamten Kreisgebiet. Um in diesem Bereich zusätzliche freiwillige Helfer zu finden und zu schulen, hat die Lebenshilfe – unterstützt durch die Aktion Mensch – die Stelle einer Ehrenamtskoordinatorin geschaffen.

Im Bereich Familie, Jugend und Schule betreuen 15 Mitarbeiterinnen der Lebenshilfe an der Blücherschule in Gütersloh rund 140 Kinder im offenen Ganztag sowie im Bereich der Randstunde. Zudem übernimmt sie hier auch die Schulsozialarbeit für alle Kinder. In der Mosaikschule (Förderschule des Kreises mit dem Schwerpunkt Lernen) werden rund 40 Kinder mit individuellem Förderbedarf von 6 Mitarbeiterinnen im Offenen Ganztag an den Standorten Gütersloh und Halle betreut.


Der Vorstand der Lebenshilfe Gütersloh, v.l.n.r.: Eckhard Heitlage, Karin Delker-Lienke, Evelyn Voßhans, Detlef Fehlhaber,  Silke Burmeister, Manfred Holtkamp und Andreas Henke
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