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Die Chilischoten auf Tour in Frankreich oder Kunst und Handicap über die Grenzen hinaus - Eine unvergessliche Woche in Rahmen der Städtepartnerschaft von Gütersloh und Chateauroux
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Am 2. September war es endlich soweit, wir starteten nach Chateauroux, der Partnerstadt von Gütersloh. Lange haben wir uns vorbereitet, geprobt und organisiert.

Wir, das ist eine Abordnung der Lebenshilfe Gütersloh. Sie setzt sich zusammen aus Christine Stirner und Silke Eschengerd (Bewohnerinnen aus dem Wohnheim Tiemanns Hof), Marcel Beermann (Bewohner der Wohngruppe Brentrups Garten), Lydia Eisfeld und Philip Hengelage (Bewohner der Wohngruppe Schillerstrasse), Roswitha Terlutter (Mitarbeiterin der Lebenshilfe und Leiterin der Chilischoten), Carlo Terlutter (Ehrenamtlicher Mitarbeiter der Lebenshilfe und zuständig für Film und Foto) und mir, Cornelia Rogalla (Mitarbeiterin der Lebenshilfe).

Die Chilischoten sind eine AG der Lebenshilfe, die mit Musik und Tanz Aufführungen einüben und Christine, Silke, Marcel, Lydia und Philip sind dort Mitglieder. Sie haben für Frankreich ein Schwarzlichttheater zu einem Lied von Yellow („The Race“) eingeübt.

Chateauroux liegt im Zentrum von Frankreich. Sie ist die Hauptstadt des Departments Indre und hat ca. 46.000 Einwohner. Eine Sehenswürdigkeit dort ist das Schloss Chateau-Raoul und es gibt einige wunderschöne Kirchen in unterschiedlichen Baustilen. Außerdem war in Chateauroux von 1951 – 1967 das Hauptquartier der Nato. Eine weitere Partnerstadt von Chateauroux ist Allenstein in Polen und Bittou in Afrika.

Das Besondere an Chateauroux ist, das sie eine Stadt ohne Barrieren ist und das seit genau 10 Jahren. Das Jubiläum wurde groß gefeiert und sie haben es mit dem Motto „Kunst und Handicap über die Grenzen hinweg“ versehen. Aus diesem Grund sind wir und eine polnische Delegation von Menschen mit Handicap eingeladen worden.

Aber zurück zu unserer Abreise aus Harsewinkel. Wir starteten also am 2. September, an einem Montagmorgen aus unserer Heimatstadt Harsewinkel mit einem bis oben hin beladenen Bulli. 900 Kilometer weiter und zwölf Stunden später waren wir endlich angekommen und wurden herzlich vor unserem Hotel in Empfang genommen. Jean-Yves Hugont, Vize-Bürgermeister im Bereich Sport und Internationale Kontakte und Danielle Ebras, Vize-Bürgermeisterin im Bereich Senioren und Menschen mit Handicap erwarteten uns, führten uns in das Hotel und nahmen uns dann direkt zu dem Empfang im Rathaus mit. Dort gab es Spezialitäten aus der Region und einen guten Wein. Wir ließen den Abend dort ausklingen und gingen müde, aber zufrieden in unsere verdiente Nachtruhe.

Am Dienstag und Mittwoch lernten wir sehr viele neue und freundliche Leute kennen, da waren Isolde Chaslin und Josephine Lallement, zwei ältere Damen, die aus Deutschland ausgewandert waren und nun für uns übersetzten und uns alles erklärten, was wir sahen. Ständig an unserer Seite war ebenfalls Christiane Jürging, die Sekretärin von Jean-Yves Hugont. Die polnische Delegation aus Allenstein war nun auch mit dabei, sie waren viel später angekommen als wir. Wir machten eine Stadtführung in Chateauroux, besichtigten das Theater, besichtigten die städtischen Gewächshäuser und probten unsere Aufführung im „Espace des Halles“, einem nostalgisch eingerichtetem Veranstaltungssaal der Stadt. Und natürlich wurden wir von unseren Gastgebern mit sehr leckerem Essen bewirtet. Mittags wurde im Rathaus für uns gekocht, abends aßen wir in verschiedenen Restaurants.

Ein Höhepunkt war Mittwochabend eine Aufführung von zwei französischen Sängern, die mittelalterliche Lieder vortrugen. Marcel wurde mit einer originalen Metallrüstung als Ritter ausstaffiert und fand es toll. Später lernten wir alle einen französischen Tanz, der im großen Kreis getanzt wurde.

Am Donnerstag war der große Tag gekommen. Im Rathaus fand am Abend der Empfang zu dem Jubiläum statt, die polnische Delegation hatte eine Ausstellung von Bildern und bemalten Gegenständen dort aufgebaut. Alle diese Kunstgegenstände wurden von Menschen mit Handicap hergestellt. Dann wurden einige Reden gehalten und wir gingen alle zum Espace des Halles. Nach einem kurzen Snack am kalten Buffet begannen die Aufführungen. Erst sang der Chor von Chateauroux, dann wurde ein Theaterstück aufgeführt, alles ebenfalls von Menschen mit Handicap. Es gab eine kurze Pause und die Chilischoten gingen mit klopfenden Herzen auf die Bühne. Sie trugen weiße Masken und Morphsuits, die mit Strichmännchen beklebt waren. Im Schwarzlicht sah das toll aus. Die Musik von Yellow startete und die Aufführung begann. Das Publikum war total begeistert von dem Tanz, den Effekten des Schwarzlichtes und der Musik. Es gab tosenden Applaus für die Chilischoten. Ich habe mich hinterher in einer kurzen Rede für alles bedankt, was uns in den Tagen geboten wurde und zum Schluss standen wir mit allen auf der Bühne. Es war ein wunderschönes und gelungenes Jubiläum.

Am Freitag besichtigten alle gemeinsam einen Ziegenhof, wo Käse hergestellt wurde, durften wieder in einem tollen Restaurant an einer Burg essen und besichtigten am Nachmittag eine Wohneinrichtung für geistig behinderte Menschen, was für uns sehr interessant war. Der letzte gemeinsame Abend wurde in einer Pizzeria bei Pasta und Wein verbracht.

Samstagmorgen packten wir unsere Koffer, schlenderten über den Wochenmarkt von Chateauroux und die Zeit zum Abschied war gekommen. Alle Menschen, die uns in dieser Woche so fürsorglich begleitet und bewirtet und mit denen wir so viel Spaß und Freude hatten waren dort. Nach ein paar Tränchen und vielen Worten des Abschiedes –aber auch mit der Freude des Wiedersehen auf dem Schinkenmarkt in Gütersloh- verließen wir Chateauroux. 12 Stunden später waren wir heil und gesund zurück in Harsewinkel.

Abschließend können wir sagen, dass diese Woche für uns ein unvergessliches Erlebnis war. Wir hatten tolles Wetter, Chateauroux ist eine sehr hübsche Stadt, wir haben viele neue Menschen kennen gelernt und die Freundlichkeit, mit der wir aufgenommen und umsorgt wurden, war beeindruckend. Wir würden unsere Tour dorthin jederzeit wiederholen. Danke an die Stadt Chateauroux und natürlich auch an die Stadt Gütersloh, als deren Repräsentantin wir dort hin fahren durften.

 

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