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Andreas Henke zum neuen Vorsitzenden der Lebenshilfe Kreisvereinigung Gütersloh gewählt
Bau eines Lebenshilfe-Hauses und Aufbau eines Inklusionsbüros gehören zu den wichtigsten Zielen des neuen Vorstands

Die Mitgliederversammlung der Lebenshilfe Kreisvereinigung Gütersloh e.V. hat einen neuen geschäftsführenden Vorstand gewählt und damit den Generationswechsel eingeleitet: Andreas Henke (60)  übernimmt das Amt des ersten Vorsitzenden von Mechtild Gräfin Kerssenbrock, die wenige Wochen nach ihrem 75. Geburtstag wie vorgesehen zurück getreten ist. Henke gehört seit September 2012 auch dem Bundesvorstand der Lebenshilfe an und ist dort für das Ressort Kommunikation verantwortlich. Evelyn Voßhans (57) wird stellvertretende Vorsitzende und tritt damit an die Stelle des im September 2014 verstorbenen ehemaligen Verler Bürgermeisters Klaus Hörsting. Neu in den geschäftsführenden Vorstand wurden Silke Burmeister (54) und Detlef Fehlhaber (58) als Schriftführer gewählt.  
In seiner Antrittsrede würdigte Andreas Henke die großen Verdienste seiner Vorgängerin und des ebenfalls anwesenden Ehrenvorsitzenden Rolf Bennewitz (87). Als viele Menschen mit geistiger Behinderung noch zu Hause versteckt wurden oder hinter den Mauern von großen stationären Einrichtungen lebten, hätten sie gemeinsam für menschenwürdige Lebensverhältnisse gekämpft. Mehr als dreißig Jahre lang hätten sie den Verein maßgeblich geprägt, professionalisiert und zahlreiche Hilfen und Dienstleistungen für behinderte Menschen im Gebiet des Kreises Gütersloh aufgebaut. Wenn frühe Förderung, ambulant unterstützte und stationäre Wohnangebote oder zahlreiche Freizeitmöglichkeiten heute selbstverständlich seien, hätten Gräfin Kerssenbrock und Rolf Bennewitz dafür die Grundlagen geschaffen. Als Dankeschön für ihr unermüdliches Engagement zum Wohle von Menschen mit Behinderung wählte die Mitgliederversammlung Mechtild Gräfin Kerssenbrock zur Ehrenvorsitzenden.   Anschließend erläutere Andreas Henke den Mitgliedern die wichtigsten strategischen Weichenstellungen für die Arbeit der Lebenshilfe. Deutschland habe sich mit der Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention im Jahr 2009 verpflichtet, behinderten Menschen eine umfassende Teilhabe in allen gesellschaftlichen Bereichen zu ermöglichen. Der Vorstand werde sich mit Nachdruck dafür einsetzen, dass Menschen mit einer geistigen Beeinträchtigung von diesem Prozess nicht abgekoppelt würden. Dazu soll mit Mitteln der Aktion Mensch ein Inklusionsbüro aufgebaut werden, das gemeinsame Kultur-, Sport- und Freizeitaktivitäten von Menschen mit und ohne Behinderung anregen und ermöglichen soll. Als vorbildliches Beispiel lobte Henke den inklusiven Karneval oder das gemeinsame Schützenfest in Harsewinkel.   Zu den Hauptprioritäten gehört laut Henke der Bau eines Lebenshilfe-Hauses in Gütersloh, in dem möglichst viele Hilfen, Dienstleistungen und Beratungsangebote unter einem Dach gebündelt werden sollen.
Zudem sollen dort auch Plätze für das ambulant unterstützte Wohnen geschaffen werden. Schließlich möchte sich die Lebenshilfe als Minderheitsgesellschafter stärker als bisher in die Arbeit der Wertkreis Gütersloh GmbH einbringen und dort größere Mitverantwortung übernehmen.
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